Peronalwesen, Lohn und Gehalt

Sobald die eigene Firma wächst, stellt man neue Mitarbeiter ein, sodass das Personalwesen und die Lohn- und Gehaltsabrechnung immer mehr Beachtung finden muss und diese immer mehr der eigenen Arbeitszeit in Anspruch nimmt, die man eigentlich mit anderen Aufgaben füllen müsste.

Im Personalwesen geht es nicht nur um die reine Zahlung des Gehaltes. Steuerrechtliche Aspekte müssen beachtet werden, gleiches gilt für sozialversicherungsrechtliche Vorgaben.

Was gehört zur Lohnzahlung?

Beim Mitarbeiter kommt nur der Nettolohn an. Für den Arbeitgeber ist ein Arbeitnehmer aber teurer, da er für diesen einen Bruttolohn bezahlen muss. Dieser deckt Steuerabgaben und Sozialversicherung, eventuell eine betriebliche Altersvorsorge oder Arbeitsunfähigkeitsrisiken.

Der Arbeitgeber haftet für die korrekte Berechnung und Abführung der Lohnsteuer, daher lohnt sich für diese Aufgabe eventuell die Übergabe an einen Steuerberater. Dieser errechnet die Lohnsteuer, Pauschalen und Sonderabgaben und erstellt eine Lohnsteuerabrechnung für jeden Mitarbeiter und leitet diese auch an das zuständige Finanzamt weiter. Mit zu den steuerlichen Abgaben gehört eine eventuelle Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag. Auch das berechnet der Steuerberater für die Lohnabrechnung.

Sozialversicherungspflicht

Für die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter müssen Unternehmer einen Teil übernehmen. Die Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung fällt auch in den sozialen Bereich und ist für Normalbeschäftigte ein Standardfall. Anders verhält es sich bei Werkstudenten, geringfügig Beschäftigten und Praktikanten. Der Steuerberater weiß, welche Regelungen für welche Lohngruppe greifen und schützt den Selbstständigen vor Fehlern, die Kosten verursachen können.

Der Zeitpunkt der Gehaltszahlung kann über die richtige Formulierung im Arbeitsvertrag so gestaltet werden, dass sie für das Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt kommt, was beispielsweise durch Liquiditätsgründe der Fall sein kann. Die richtige Formulierung kann der Steuerberater übernehmen, sodass der Arbeitgeber nicht in rechtliche Schwierigkeiten gerät.

Nicht nur die korrekte Zahlung der Sozialversicherungsabgaben ist unabdingbar, die Sozialversicherungsträger müssen auf einer rechtlichen Grundlage darüber informiert werden. Der Steuerberater kann diese Belege erstellen, kontrollieren und an die richtige Stelle schicken.

Sonderfälle

Die Buchung des regulären Gehalts verhält sich jeden Monat gleich. Je nach Branche und Beschäftigungsart kommen aber Sonderfälle hinzu, die Fachwissen erfordern. Ein häufig auftretender Sonderfall ist die Zahlung eines 13. Gehaltes, welches häufig „Weihnachtsgeld“ genannt wird. Da sich hier nicht nur der Auszahlungsbetrag für den Mitarbeiter erhöht, sondern sich die Steuer- und Sozialabgaben ebenfalls verändern, muss hier bei der korrekten Buchung einiges beachtet werden. Gleiches gilt für ein mögliches 14. Gehalt, was in den meisten Fällen ein so genanntes „Urlaubsgeld“ darstellt.

In Firmen, in denen die Mitarbeiter Patentinhaber sind, können diese für ihr Patent Zulagen erhalten, auch diese müssen korrekt gebucht und abgerechnet werden. Ein weiterer möglicher Sonderfall ist eine Gewinnbeteilung. Im Baubereich kann eine Winterbauumlage von Bedeutung sein, wenn während der Schlechtwetterzeit geringere Einnahmen erwartet werden, die Mitarbeiter aber trotzdem ein volles Gehalt ausgezahlt kriegen sollen.

Die Liste der möglichen Sonderfälle ist lang, ein Steuerberater kann für die Lohn- und Gehaltsabrechnung viele wertvolle Tipps geben.